Opernkritik: Kapitalistische Bilderflut aus dem Reich der Mitte
Gesungen wird ordentlich bis gut in dieser Neuinszenierung von Nixon in China an der Deutschen Oper Berlin. Doch das bunte Dauertreiben auf der Bühne ermüdet.
Gesungen wird ordentlich bis gut in dieser Neuinszenierung von Nixon in China an der Deutschen Oper Berlin. Doch das bunte Dauertreiben auf der Bühne ermüdet.
Ginger Costa-Jackson glänzt als stimmstarke, sinnliche Carmen in der visuell ungewöhnlichen Inszenierung, die Regisseurin Marta Eguilior auf die Bühne der Opéra Royale de Wallonie in Liège stellt.
Zwei Jahre nach der Premiere in Duisburg erweist sich Vasily Barkhatovs Inszenierung von Der Fliegende Holländer auch beim Transfer nach Düsseldorf noch immer als überzeugende Lesart.
Dass man manchmal danebenliegt, musste unserer Kolumnist Georg Kasch mit einer steilen These über queere Theaterstoffe im Osten Deutschlands erfahren. Zeit, das Bild gerade zu rücken. Und sich zu entschuldigen.
Sage noch einer, dem DDR-Funktionär mangele es an kreativem Talent: „Die Selbstkritik ist mein Prinzip, nun habt mich bitte wieder lieb“, dichtet ein VEB-Chef in der von Axel Ranisch an der Komischen Oper ausgegrabenen DDR-Operette „Messeschlage Gisela“. Eine Ostalgieveranstaltung? Mitnichten!