Opernkritik: Ein Abend ohne Misston
Die Komische Oper Berlin bringt Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ in einer Inszenierung von Barrie Kosky auf die Bühne. Ein herausragender Abend, der wenig zu wünschen übrig lässt.
Die Komische Oper Berlin bringt Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ in einer Inszenierung von Barrie Kosky auf die Bühne. Ein herausragender Abend, der wenig zu wünschen übrig lässt.
Erich Wolfgang Korngolds selten gespielter Einakter „Violanta“ hat David Hermann inszeniert; Donald Runnicles dirigiert seine letzte Premiere als GMD der Deutschen Oper Berlin.
Volker Lösch und Sören Voima erzählen Voltaires „Candide“ neu – mit Aktivist*innen und Tipps, wie man den Optimismus nicht verliert
Sebastian Baumgarten entfesselt am Staatstheater Cottbus in Helmut Oehrings „AscheMOND oder The Fairy Queen“ situative Minidramen, in deren Deutungsoffenheit die Stärke des Abends liegt. In der Rolle der Fairy Queen: Kassandra Wedel als Gebärdenperformerin.
An der Berliner Staatsoper Unter den Linden lässt einen Matthias Pintschers vierte Oper „Das kalte Herz“ nach Wilhelm Hauffs Märchen erstaunlich unberührt zurück, obwohl toll gesungen und musiziert wird in den Waldbildern von Regisseur James Darrah Black.
Elf junge Menschen auf der Suche nach dem heiligen Gral: Warum Joanna Pramls „Parzival“-Inszenierung am Deutschen Theater ziemlich glücklich macht.
Der Titel klingt natürlich nach Musical. Juri Sternburg und Paul Eisenach erzählen in „East Side Story“ eine jüdische Berliner Familiengeschichte vom Kriegsende bis zur Wiedervereinigung. Und Lena Brasch hat das German Jewsical absolut stimmig am Maxim Gorki Theater inszeniert.
Makler und Diktatoren: Das Berliner Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen zettelt in den Sophiensälen mit „Ignorance is Bliss“ ein dreistündiges Chaos an.
Zu Vieles und zu Disparates wollen die Regisseure dieser „Fledermaus“ in Braunschweig erzählen. Dabei kommt ihr die ironisch perlende Leichtigkeit etwas abhanden.
Judith Lebiez inszeniert mit großartiger Figurenführung Claudio Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ am Mecklenburgischen Staatstheater. Martin Schelhaas am Pult erschafft einen Klangreichtum aus Alte-Musik- und romantischen Instrumenten.