Opernkritik: Ein blutiger Traum zwischen Liebe und Wahnsinn
Blut, Masken und Wahnsinn: Die neue „Salome“-Inszenierung an der Komischen Oper konfrontiert das Publikum mit radikalen Bildern
Blut, Masken und Wahnsinn: Die neue „Salome“-Inszenierung an der Komischen Oper konfrontiert das Publikum mit radikalen Bildern
Berlin leistet sich drei Opernhäuser. Und nicht erst seit gestern schwelt in der Kulturspardebatte der Bundeshauptstadt die Frage: Warum eigentlich? Zahlreiche Dubletten, manchmal gar Tripletten in den Spielplänen geben der Diskussion zusätzlich gefährlichen Zündstoff.
Christian Thielemann verantwortet die erste Premiere seit Amtsantritt an der Staatsoper: „Die schweigsame Frau“
Ersan Mondtag inszeniert „Salome“ in Antwerpen als Dikatoren-B-Movie
Voller Anspielungen bringt Regisseur Tobias Kratzer die Opernkomödie „Intermezzo“ von Richard Strauss auf die Bühne der Deutschen Oper
Isabel Ostermanns Regieansatz für ihre Braunschweiger Salome als missbrauchte Tochter aus bürgerlichem Hause ist nicht ganz neu. Geht aber dank starker Solisten und flirrend-brodelndem Klang aus dem Ochestergraben hervorragend auf.
Dmitri Tcherniakovs neue „Salome“ bleibt trockenes Regiekonzept. Mit dem fehlenden Kopf des Täufers kommen der Oper zugleich auch Rausch und Sinnlichkeit abhanden. Musikalisch punktet der Abend ebensowenig – da kann auch Asmik Grigorian nichts reißen.
„Der Rosenkavalier“ an der Staatsoper schwelgt opulent in Farben und Klängen