Wissen macht Ah!

Dozent

Über Kultur zu schreiben kann man lernen. Ich selbst habe enorm von den Praxisseminaren der Berliner Universitäten, vom Aufbaustudiengang in München, meinen Volontariats-Seminaren an der Akademie der Bayerischen Presse und den Ratschlägen zahlreicher KollegInnen profitiert. Nun gebe ich mein Wissen und meine Erfahrung der nächsten Generation weiter – mit großer Freude am Lehren und bislang äußerst positivem Feedback.

Seminarprogramme:

1. Theaterkritik
Dauer: ein Semester = 12 Doppelstunden oder ein langes Wochenendseminar (4 Tage)

Was ist Theaterkritik? Gibt es objektive Kritiken? Lassen sich aufführungsanalytische Praktiken beim Schreiben einer Theaterkritik nutzen? Das Seminar wirft einen Blick auf Theorie, Geschichte und ausgewählte Beispiele der Textgattung, um dann in die Praxis zu gehen: Nach ersten Schreibübungen geht es darum, mehrere Theatervorstellungen zu besuchen und Kritiken zu verfassen. Exkurse zum Berufsbild, zu Ausbildungswegen und anderen kulturjournalistischen Formen runden das Seminar ab.

2. Journalistisch Schreiben – vom Wort zum Satz zum Sinn
Dauer: Zwei-Tages-Seminar = 16 Stunden

Wie wirken Worte? In welcher Länge bleiben Sätze verständlich? Mit welchen Kniffen gelingt es, Texte lebendig und anschaulich zu formulieren? In diesem Seminar soll es um den grundlegenden Umgang mit Sprache gehen, um die vielen Gestaltungsmöglichkeiten und Fettnäpfchen. Zahlreiche Übungen helfen, eine neue Sensibilität der eigenen Wortfindung und Satzbildung gegenüber zu entwickeln. Schiefe Bilder, falsche Bezüge und Nominalstil sollten nach diesem Seminar der Vergangenheit angehören.

3. Keine Angst vor der Selbstständigkeit – Überleben als Freier Kulturjournalist
Dauer: Tages-Seminar = 8 Stunden

Sicher, die Zeiten sind schlecht, sowohl in der Kultur als auch für Journalisten. Dass es sich dennoch lohnen kann, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, will dieses Seminar zeigen. Auf welche organisatorischen Details sollte man achten, an welchen Netzwerken weben? Welche Verdienstmöglichkeiten gibt es? Wie erstellt man Jahresprognosen? Was ist eine Einnahme-Überschuss-Rechnung und warum muss man vor ihr keine Angst haben? Frage wie diese finden im Seminar eine Antwort.

4. Geschichte der Kritik als Theatergeschichte
Dauer: ein Semester = 12 Doppelstunden oder ein langes Wochenendseminar (4 Tage)

Wer waren die ersten Kritiker? Warum hat Lessing in seiner "Hamburgischen Dramaturgie" einen Rückzieher machen müssen? Warum gilt Alfred Kerr als einer der größten Theater-Rezensenten? Mit diesem Streifzug von der Antike bis heute soll gezeigt werden, wie wichtig kritische Stimmen schon immer für die Entwicklung der Theaterkunst waren. Zahlreiche Textanalysen machen die Entwicklung der Theaterkritik praktisch deutlich.

 

Referenzen Dozent

13.04.2012
Kategorie: Dozent

Institut für Theaterwissenschaft
Sommersemester 2012: Übung "Theaterkritik" vom 13. April bis 13. Juli 2012
Zum Vorlesungsverzeichnis geht's hier.

10.11.2011
Kategorie: Dozent

Konzeption und Leitung des Festivalblogs für Nachwuchs-Kulturjournalisten
10. bis 20. November 2011
Zum Blog geht's hier.

15.04.2011
Kategorie: Dozent

Sommersemester 2011: "Keine Angst vor der Selbstständigkeit – Freier Kulturjournalismus als Chance"


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