Essay: Zwischen Amüsement und Grimassenqual
Haben die Berliner Opernhäuser einen Clown gefrühstückt? Die vergangene Spielzeit offenbart einen bemerkenswerten Trend zur Komik.
Haben die Berliner Opernhäuser einen Clown gefrühstückt? Die vergangene Spielzeit offenbart einen bemerkenswerten Trend zur Komik.
An der Berliner Staatsoper Unter den Linden lässt einen Matthias Pintschers vierte Oper „Das kalte Herz“ nach Wilhelm Hauffs Märchen erstaunlich unberührt zurück, obwohl toll gesungen und musiziert wird in den Waldbildern von Regisseur James Darrah Black.
Folge Sechs des Opernpodcasts „Die Primadonnen“ mit Georg Kasch und Salif Nimaga: Was hat Jacques Offenbachs Oper “Les Contes d’Hoffmann” (Hoffmanns Erzählungen) mit Whitney Houstons „I’m Every Woman“ zu tun?
Lydia Steier inszeniert „Les contes d’Hoffmann“ an der Berliner Staatsoper: nicht rundum gelungen, aber doch mit vielen erfreulichen Aspekten.
Berlin leistet sich drei Opernhäuser. Und nicht erst seit gestern schwelt in der Kulturspardebatte der Bundeshauptstadt die Frage: Warum eigentlich? Zahlreiche Dubletten, manchmal gar Tripletten in den Spielplänen geben der Diskussion zusätzlich gefährlichen Zündstoff.
Der Regisseur Robert Wilson schrieb Theatergeschichte und verzauberte Berlin mit seiner „Dreigroschenoper“. Nun ist er mit 83 Jahren gestorben.
Berlins Opernhäuser bieten gerade zwei zeitgenössische Musiktheaterstücke. „Cassandra“ müht sich redlich und ist durchaus klangstark, kann einen gewissen Betroffenheitshabitus aber nicht abschütteln. Als sperriger, zugleich lohnender erweist sich „Lash“.
Sperrig, eine altgewordene Avantgarde? Vielleicht. Dennoch gelingt Regisseur Johannes Erath an der Berliner Staatsoper eine intelligente Erzählung von György Kurtágs „Fin de partie“, die Dirigent Alexander Soddy auch musikalisch gut zusammenhält.
Beim Liederabend in der Staatsoper stellt Sopranistin Sonya Yoncheva mit der Cappella Mediterranea Werke von Frühbarock bis Moderne vor
David Marton hat jetzt mit Marc-André Dalbavie aus László Krasznahorkais Roman „Melancholie des Widerstands“ eine Oper gemacht – im Live-Kino-Format.