Interview: Bühnen und Publikum trotzen der Pandemie

Interview: Bühnen und Publikum trotzen der Pandemie

Klein, aber euphorisch: So sah das Publikum im Theaterjahr 2021 aus. Die Bühnenexperten Georg Kasch und Michael Laages ziehen ein recht positives Fazit für das Jahr und sind sich sicher: Das analoge Theater hat nichts von seiner Faszination verloren.

Die Theater hatten es in diesem Jahr wieder nicht leicht. Lange mussten sie geschlossen bleiben, die Regelungen für ihr Publikum waren und sind unterschiedlich.Georg Kasch, Mitglied der Jury des Berliner Theatertreffens und Redakteur bei Nachtkritik.de, und unser Theaterkritiker Michael Laages haben gemeinsam ein Fazit gezogen und sind trotz aller Einschränkungen zufrieden mit vielem, was sie erlebt haben.„Ich habe geradezu euphorische kleine Gruppen von Publikum erlebt“, sagt Laages. Die Menschen, die gekommen seien, hätten sich alle Mühe gegeben, eine genauso gute Stimmung zu verbreiten wie große Gruppen es schafften. Sie hätten den Theaterleuten deutlich gemacht, dass sie gebraucht werden. „Dieses Einverständnis zwischen Bühne und Publikum habe ich unter diesen zermürbenden Bedingungen gar nicht so erwartet“, resümiert Laages. Gerade in Häusern in Hamburg und Berlin, die nahezu voll ausgelastet seien, sehe er, welche Faszination das Theater ausübe, sagt Kasch. „Da merkt man, wie das noch vibriert, welche Lust es gibt, zum gleichen Zeitpunkt mit den Künstlerinnen und Künstlern im Saal zu sein.“

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