Opernkritik: Anti-Kriegs-Parabel
Kirill Serebrennikov erzählt „Lohengrin“ an der Pariser Oper aus Elsas Perspektive – und findet zu einer düster-hoffnungslosen Wagner-Deutung.
Kirill Serebrennikov erzählt „Lohengrin“ an der Pariser Oper aus Elsas Perspektive – und findet zu einer düster-hoffnungslosen Wagner-Deutung.
An der Oper Rouen versucht Regisseur Romain Gilbert sich an der Rekonstruktion der Uraufführungs-„Carmen“ – allerdings nicht mit völlig überzeugendem Ergebnis.
An der Deutschen Oper Berlin inszeniert Pınar Karabulut Puccinis Il trittico. Über den Abend gewinnen die drei so unterschiedlichen Einakter immer mehr an Intensität, auch weil fantastisch gesungen und musiziert wird.
In Verdis „Don Carlos“ an der Genfer Oper zeigt Lydia Steier die Uberwachungs- und Mordmaschinerie eines Spitzelstaats. Trotz krasser Mittel wirkt ihre Inszneierung aber keineswegs platt.
Mit „Lili Elbe“ bereit das Theater St. Gallen gerade die Uraufführung der weltweit ersten Oper vor, in deren Fokus eine trans Figur steht. Ein Werkstattbericht.
Mit Bernasconis Festa teatrale „L’Huomo“ zeigen die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci ironisch augenzwinkernd barockes Rampentheater – in dem sich die (meisten) Sänger lustvoll ins Getümmel stürzen.
Als Festivalort hat Sopot eine bewegte Vergangenheit. Nun ging, mit Corona-Verspätung, dort das erste Baltic Opera Festival über die Bühne, initiiert vom Bariton Tomasz Konieczny. Das Konzept mit einer Mischung aus Stars und Tradition ist durchaus vielversprechend. Künstlerisch lässt der erste Jahrgang noch Luft nach oben für kommende Ausgaben.
Frei nach Wagners Motto „Kinder, macht Neues!“ setzen sich die Bayreuther Festspiele in diesem Jahr mit neuen Technologien auseinander. Noch hat die AR-Brille im „Parsifal“ ihre Schwächen, doch lässt sich das Potenzial für die Zukunft erahnen.
Im Sprechtheater oder Verlagswesen sind Warnhinweise zu Inhalt und szenischer Umsetzung ziemlich verbreitet. Nun halten sie auch Einzug in den Opernbetrieb. Dem einen geht das zu weit, andere verlangen geradezu danach. Der Streit um die sogenannten Triggerwarnungen ist dabei auch eine Diskussion darüber, was Kunst eigentlich ist, kann und soll.
Regisseur Vasily Barkhatov einen durchaus interessanten Zugriff auf Verdis Simon Boccanegra. Doch zu viele Unklarheiten lenken vom Geschehen und den Sängern ab.